Taufkleid - Noninoni - Design by Sonja Schultz

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Taufkleid

 
 

Taufkleid - Roos 3012 B, abgewandelt

Das Taufkleid habe ich bereits 2012 genäht.

Schnitt: Roos 3012B, nach unseren Wünschen angepasst
Material: bestickter Babycord, Chiffon
Gr.: 80 (verlängert)

Das Taufkleid unserer Süßen hat mich einige Nerven gekostet, da weder Stoff noch Faden immer so wollten, wie ich es gerne gehabt hätte.
Der Faden ist öfters gerissen, bei der Overlocknaht hat sich der Faden verheddert und die Nähmaschine gesperrt, beim zuschneiden und nähen verrutschte der feine Babycord an den aufgenähten Bändern. Tja, die lieben Bänder, diese ließen sich nur sehr schwer schneiden, meine Finger taten nach den wenigen Stücken schon weh, obwohl ich eine sehr gute Stoffschere mein eigen nennen kann.

Aber, der Reihe nach...

Bereits im November 2011 entschied ich mich für einen schönen mit Bändern bestickten cremeweißen Babycord. Dann fehlte noch der passende Schnitt dazu. Es gibt ja so viele schöne Kleiderschnitte, doch zu diesem Stoff gefielen sie mir oft nicht. Letztendlich reduzierte sich die Auswahl auf die Schnitte
Sue&Blu 3407, Willemientje von Farbenmix und Roos 3012 B.  



Das Sue&Blu- Kleid fiel nach Ansicht der Schnittteile und der schönen Anleitung von CeeCee aus dem Rennen. Es wird ein anderes Mal genäht, aber nicht jetzt. Die restliche Entscheidung zwischen Willemientje und dem Roos-Kleid traf dann mein Mann. Ihm gefiel die Schnürung vom Roos-Kleid so gut und Willemientje war ihm außerdem zu „weitschwingend".



Der Grundschnitt wurde also der "Roos 3012 B", aber abgewandelt. Ohne Tunnelzug, dafür mit angesetztem Volant aus Chiffon. Im Original ist es etwa knielang, hier sollte es aber länger werden. Ausgewählt hierfür ein zarter elfenbeinfarbener Babycord mit aufgenähter Stickerei/Blumenbordüre.
Genäht habe ich das Kleid in 80, in der Länge entschied ich mich für die Größe 92. Es fällt sehr schmal aus, deswegen sollte man hier evtl. nochmals ausmessen. Ohne die Schnürung am Rücken wäre es meiner schmalen Maus noch etwas weit gewesen, so aber passte es perfekt, da sich die Weite angenehm regulieren ließ.
Außerdem habe ich den Halsausschnitt verkleinert, er fiel etwas weit aus. Den Reißverschluss setzte ich in die hintere Mitte, anstatt an der Seitennaht.

Bevor ich aber bei der Größe bzw den Änderungen (abgesehen von der Länge) sicher war, wollte ich ein Probekleid nähen.

Esstisch abgeräumt und angefangen die Schnittteile vom Schnittbogen auf Folie zu übertragen. Zur Zeit trägt die Kleine Kaufgrößen in 74/80. Da ich ein paar Mal gelesen hatte das Kleid fiele so schmal aus und das Vorderteil auf dem Schnitt auch so schmal aussah, nahm ich gleich Gr. 92.
Aber erst mal testen, ob das passt. Also nur Vorder-, Seiten- und Hinterteil abgepaust und erstmal keine Belege und auch die „Korsettteile" weggelassen.
Dafür nahm ich einen alten Stoff, aus dem ich vor ca. 16 Jahren für den großen eine ärmellose Weste genäht hatte, es war gerade noch genug um das Oberteil des Kleides zu testen.
Es sah besch…. aus, viel zu groß und „unförmig. Leider (oder GottseiDank) hab ich kein Bild am Kind.

Also noch mal ran und Gr. 80 abgepaust. Auch hier erstmal nur die „wichtigsten" Teile. Da ich keinen Probestoff mehr hatte und das Ausmessen der Schnitteile größenmäßig gut aussah, nahm ich einen feinen Baumwollstoff, der für eine dünne Bluse gedacht war. Bei der Länge pauste ich die Gr. 92 ab, da das Kleid ja länger werden sollte. Im Original ist es etwa knielang.
Das Probekleid ist noch nicht fertig, aber die Kleine wollte es schon nicht mehr ausziehen. Jedenfalls die Größe passt.





Also kann ich die restlichen Schnitteile abpausen. Nur der Halsausschnitt gefällt mir nicht. Er ist zu weit. Hier muss ich noch was anpassen.

Der Halsausschnitt ist angepasst, die restlichen Teile abgepaust.





Inzwischen sind die Schnitteile auf den Stoff übertragen und ausgeschnitten.







Die Korsettteile haben ihre Einlage bekommen und wurden als erstes fertig genäht. Jetzt fehlen hier nur noch die Ösen.
Laut überflogener Anleitung hätten sie mit einem Überwendlingstich umnäht werden sollen. Und dann? So lassen? Da ich nicht so recht schlau aus der Anleitung wurde und es nicht gefallen hätte, wenn die Kanten nur versäubert und einfach umgeklappt würden, klappte ich sie doppelt um und steppte sie dann ab.



Als nächstes folgten die Abnäher im Vorderteil. Zuerst nähen und dann absteppen.





Nach den Abnähern im Vorderteil entschied ich mich dafür den Reißverschluss einzusetzen. Im Unterschied zum Original-Schnitt setzte ich ihn hinten in der Mitte ein, nicht wie vorgegeben zwischen Seiten- und Hinterteil.
Dies war für mich eine der größten Schwierigkeiten. Es war schon eine Weile her, dass ich zuletzt einen Reißverschluss einsetzte.

Zuerst feststecken, dann heften. Dabei immer auf der Hut, dass meine kleine Tochter nicht mit den Nadeln oder dem Bügeleisen spielt.







Bevor ich den Reißverschluss noch absteppte, habe ich die mittleren Nahtzugaben an den Hinterteilen versäubert.
Nun ja, ganz verdeckt ist er nicht und das Abgesteppte ist nicht gleich geworden. Ich kann damit leben und lasse es so.
Die Kleine bleibt sicher nicht lange genug stehen, damit das jemand nachmessen kann.

Weiter geht es mit den Seitenteilen.
Die Seitenteile sind zusammen mit den Korsetteilen an das Hinterteil geheftet.
Dabei stellte ich fest, dass es wohl an der Schnittführung liegt, dass sich dabei der Seitenstreifen verzieht. Oder mache ich was falsch?

Für mich stellte sich hier die Frage, ob diese Seitenteile notwendig sind oder ob es möglich gewesen wäre das Kleid ohne eingesetzte Seitenstreifen zu nähen.
Ich entschied mich dafür das Kleid mit den eingesetzten Streifen zu nähen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass dadurch die Form des Kleides mitgetragen wird. Sehe ich das richtig?



Zuerst werden die Nähte genäht und dann doppelt / beidseitig abgesteppt. Durch die Stickereien auf dem Babycord ist es nicht ganz einfach, die aufgestickten Blumen tragen ganz schön auf.

Erste Anprobe (nach dem Nähen, vor dem Absteppen der Nähte – für den Fall, dass nochmals was geändert werden muss.)








Zusammenfassend kann ich nur sagen, die Anleitung hab ich nur kurz überflogen und dann „weggeschmissen". Sie ist nicht besonders gut übersetzt.
Beim nächsten Nähen würde ich evtl. die Reihenfolge etwas ändern.
Evtl. würde ich das nächste Mal die Armbelege vor dem endgültigen Zusammennähen annähen. Evtl. vorm Zusammenfügen von Vorderteil und Seitenteil. Es war zwischendurch doch ganz schön kniffelig, die Armausschnitte nähen zu können.

Jetzt kommen noch ein paar Abschlussbilder.













Liebe Grüße

Sonja

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